Glocal Insight
The Homelessness Crisis Facing Refugees in Kos
The island of Kos is renowned for its food, vibrant nightlife, and sunny beaches. Sporting coastlines full of swanky hotels and airbnbs, it is no doubt a tourist paradise. But while thousands of tourists are welcomed in with open arms every year, refugees arriving on its shores face a starkly different reality. Beneath its glittering surface, Kos presents displaced people with a uniquely challenging context – one often characterised by instability, isolation, and homelessness.
Greece’s approach to displaced people has been shaped by its dependence on tourism, and as the most touristic of its hotspots*, Kos’ approach has exemplified this. The building of closed and controlled camps (CCACs), for example, was intended to boost public perceptions of the islands. A far cry from the tents and jungles that used to house refugees, the camps projected an image of improved living conditions. However, living conditions within the camp on Kos have not in fact improved. Following a huge influx of arrivals over the last year, the camp has been left incredibly overcrowded and many of our visitors in the Hub have reported a lack of food, water, and essential hygiene items. People also continue to face extreme instability, often waiting months for decisions on their asylum claims. Nonetheless, this reality remains relatively hidden. Like most CCACs, the camp is located in a remote area 15km from Kos town. Its residents, mostly without personal means of transport, must pay €5 for a round trip on the bus if they wish to visit. This is significant; removed from the town, refugees and the conditions they live in are intentionally hidden away from the tourists Kos wishes to impress.
Als Reaktion auf die Überfüllung müssen Flüchtlinge das Lager 30 Tage nach der Entscheidung über ihren Asylantrag verlassen. Ohne staatliche Unterstützung und oft monatelang auf ihre Rechtsdokumente wartend, werden die Menschen von einer Schwebezone in die nächste gestossen; ohne Rechtsdokumente können sie keine legale Arbeit finden oder Unterkunft erhalten.
One visitor of the Hub told us,
“Die erste Nacht ausserhalb des Lagers für mich ging ich die ganze Nacht allein spazieren. Der Morgen kam und ich konnte kein Hotel finden, weil ich nur einen Ausweis und keinen Personalausweis hatte.”’
[Ausweis ist die Identifikationskarte für Asylsuchende, nicht der griechische Ausweis]. Viele Flüchtlinge auf der Insel sind infolgedessen obdachlos. Ausnahmen für schutzbedürftige Personen werden bei dieser Regelung nicht mehr gemacht, sodass wir nun ältere, schwangere, psychisch oder physisch kranke Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern und Säuglingen auf der Strasse leben sehen.
Selbst mit den richtigen rechtlichen Dokumenten kann die Arbeit- und Wohnungssuche für Flüchtlinge auf Kos schwierig sein. Oftmals stossen sie auf Schwierigkeiten aufgrund von Sprachbarrieren, Rassismus und einem allgemeinen Mangel an Wissen über ihre Rechte. Und obwohl im Zuge der beginnenden Touristensaison immer mehr Arbeitsplätze verfügbar werden, nimmt gleichzeitig die Verfügbarkeit von Unterkünften ab. Viele Immobilienbesitzer erhöhen im Sommer ihre Preise und reservieren Unterkünfte ausschliesslich für Touristen. Das bedeutet, dass Flüchtlinge, selbst wenn sie eine Arbeit finden, immer noch vom Wohnungsmarkt verdrängt werden. Wenn sie überhaupt etwas finden, sind die Bedingungen oft miserabel. Eine Besucherin erklärte:,
“Die Situation ist sehr schlecht. Ich lebe derzeit an einem Ort voller Kakerlaken und Ratten, und manchmal schlafe ich auf der Strasse. Ich habe fünfundzwanzig Tage lang bei Kälte auf der Strasse geschlafen.”.
As it stands, there is a complete lack of assistance from the authorities attempting to combat this crisis. In contrast, many of our visitors describe the daily harassment they face from local authorities, such as being woken up in the middle of the night, forced to move, or intimidated in an attempt to make them leave:
“Meine Familie und ich suchten nach einer Unterkunft. Wir fanden ein Zelt auf der Strasse. Wir schliefen bis zum Morgen. Die Polizei kam und sagte uns, wir sollten nach Athen gehen.”.
The experience of homelessness has detrimental impacts on mental and physical health. Many reports from the community highlight a rise in disease and infection, and some emphasise their fear of being robbed or attacked in the night:
“Meine Familie und ich konnten nicht schlafen, weil ich Angst vor Dieben oder Angriffen hatte. Ich schwöre bei Gott, als wir auf der Strasse schliefen, hat es auf uns geregnet und es war kalt. Wenn wir kein Haus finden, werden wir auf der Strasse sterben..”
Often feeling locked out of local society, homelessness also makes integration in this context almost impossible. Rather than being viewed as assets that can contribute to the local economy, local perceptions of refugees deteriorate and they are stigmatised as a problem.
Against all odds, the community continues to show their strength in resilience. Those who manage to find accommodation often open their doors to those who haven’t been so lucky, and the food provided through our Free Shop is often pooled together to cook community meals.
Unser Hub hat eine wichtige Rolle als Raum gespielt, in dem diese Netzwerke aufgebaut und gepflegt werden können. Er verbindet Menschen in Not mit ihren Mitmenschen, die von einer stabileren Situation profitieren, und bietet gleichzeitig einen Raum, in dem Menschen ihre täglichen Sorgen vergessen können. Tagtäglich ist es der einzige Ort auf der Insel, an dem die Menschen unter der Woche die Einrichtungen kostenlos nutzen können. Dazu gehören grundlegende Dinge wie die Nutzung der Toilette, ein Platz zum Aufladen ihres Handys oder ein Ort, an dem sie ihre persönlichen Gegenstände aufbewahren können. Menschen, die nirgendwohin gehen können, besonders an kälteren Tagen, freuen sich, sich bei einer Tasse Tee aufzuwärmen und sich auf dem Sofa auszuruhen. Über unseren Help Desk versuchen wir, Unterkünfte zu finden und bieten, wo immer möglich, Übersetzungen von Wohnungsanzeigen an. Darüber hinaus haben wir in Notfällen Schlafsäcke an Bedürftige ausgegeben, wenn die Ressourcen es zuliessen.
Bei Glocal Roots setzen wir uns für würdige Wohnlösungen für Menschen auf der Flucht ein. Genauso wenig wie gefängnisähnliche Einrichtungen die Lösung für die Unterbringung von Asylsuchenden sind, stellt auch die mangelnde Unterstützung für anerkannte Personen mit internationalem Schutzstatus eine aktuelle Krise dar, die von den Behörden angegangen werden muss. Während wir darauf warten, dass Massnahmen ergriffen werden, setzen wir uns dafür ein, die Gemeinschaft so gut wie möglich zu unterstützen. Jeder Mensch sollte mit Fürsorge, Würde und Mitgefühl behandelt werden, ganz gleich, woher er kommt. Diese Worte aus unserer Gemeinschaft bringen den Kern dieser Problematik auf den Punkt:
“I want to bring my children from Gaza to live in Germany, Norway, Italy. Which country can provide us with a peaceful life? We do not want to face problems. I do not wish problems for anyone. I wish happiness for the whole world. […] This is not the life that people should live.”
*Hotspots are entry points of the EU where asylum seekers and migrants are identified and registered.





Dieser Beitrag hat einen Kommentar
Many thanks for your blog. I’m visiting Kos now and would like to visit one of the hotpots in Kos.